Ein Pflegeansatz mit 4 Pfoten

Ein besonderes Angebot für die Bewohner des geschützten Wohnbereichs findet einmal die Woche montags statt.

Für eine Stunde kommt Margret Helmert, Physiotherapeutin und zertifizierte Therapiebegleithundeführerin, mit mindestens einem ihrer drei Therapiehunde in den Wohnbereich. Trixie, Balou und Flocke finden auf ihre ganz eigene Art immer einen Zugang zu den Bewohnern, die an Demenz erkrankt sind.

Im Vorfeld hat eine sorgfältige Auswahl stattgefunden, so dass nur Bewohner an der Therapiestunde teilnehmen, die keine Angst vor Hunden haben und nicht allergisch auf die Tiere regieren. Viele der teilnehmenden Bewohner haben selbst einen Bezug zu den Vierbeinern, entweder sind sie mit Hunden aufgewachsen oder sie hatten als Erwachsener selbst einen Hund. 

Der Erfolg der Hundetherapie ist bemerkenswert:

Typisch für die Erkrankung Demenz ist, dass schrittweise die logischen und rationalen Denkweisen und Handlungen verloren gehen. Was bleibt, ist größtenteils die Gefühlsebene, zum Teil verknüpft mit Erinnerungen. Tiergestützte Therapie spricht genau diese Ebene an. Die Sprache der Tiere ist nämlich nicht rational und logisch wie die Kommunikation des geistig gesunden Erwachsenen. Sie besteht aus Mimik, Gestik, Berührungen und Emotionen. Diese sind echt und unverfälscht. Therapiehunde nehmen die Menschen so, wie sie sind, ganz unvoreingenommen. Sie fungieren oft als „Türöffner“ oder „Eisbrecher“. Außerdem geben sie den Bewohnern ein besonderes Gefühl des „Angenommenseins“, bauen Berührungsängste und Hemmschwellen ab und stärken hierdurch das Selbstbewusstsein.

Die Botschaft der Therapiehunde wird von Demezkranken direkt auf der Gefühlsebene verstanden. Und so erreichen die Tiere die dementiell erkrankten Bewohner auf ihre Weise, was den Bewohnern sehr gut tut.